Das Haiku in meinem Leben…

Vor vielen Jahren schlich sich das Haiku in mein Leben. Seitdem hat es mich nicht wieder losgelassen. Lange führten wir eine weitgehend geheime Beziehung. Seit einiger Zeit wird diese Beziehung gelegentlich auch öffentlicherEigene Fotos, die mich zu einem Haiku inspirieren, scheinen hier das zu sein, was im Moment immer wieder entsteht. Gestern Nacht dieses hier:

Gipfel im Nebel Haiku Alexander GottwaldGipfel im Nebel,
Wege ins Verborgene,
ins Herz des Lebens…

Die Natur ist traditionell die Basis für jedes Haiku…

Natürlich steht es uns aus meiner Sicht frei, mit der Form des Haiku zu spielen, wie wir wollen. Da das Haiku aus Japan stammt und nicht aus dem europäischen Kulturkreis, sollten wir meiner Meinung nach nicht in die Falle des literarisch-lyrischen Purismus tappen und meinen, wir könnten aus welchen formalen Gründen auch immer beurteilen, welches Haiku nun gut sei oder welches Gedicht sich überhaupt gar Haiku nennen dürfe und welches nicht. Für mich ist ein Gedicht – ganz gleich welchem formalen Rahmen es entspricht oder auch nicht – dann für mich persönlich gut, wenn es mich berührt. Wenn es mich nicht berührt, heißt es aber noch lange nicht, dass es kein gutes Gedicht wäre. Eben nur kein Gedicht für mich. Zumindest nicht in diesem Moment…

Traditionell wird Naturbeobachtung als Grundlage eines Haikus gesehen. Daher habe ich mich in dieser Serie, in der sich Bilder aus meiner Umgebung mit Haikus verbinden, auch weitgehend auf dieses Feld beschränkt. Wobei die uns umgebende Natur eben mal größer, mal kleiner, mal mehr oder auch weniger vom Menschen beeinflusst und geformt sein kann… Ein Haiku, das neulich in meinem Garten entstanden ist:

Der Blüte Sehnsucht Haiku Alexander GottwaldDer Blüte Sehnsucht
entfaltet sich unverzagt
in Vergänglichkeit…

Die Anden – eine grandios inspirierende Kulisse für ein Haiku

Die Anden – in denen ich auf knapp 3.000 Metern Höhe hier in Bolivien lebe – offenbaren immer wieder wunderbare Facetten, die mich die Kamera zücken lassen und mich außerdem dazu anregen, auch das eine oder andere Haiku schon bei ihrer Betrachtung entstehen zu lassen… diese beiden hier entstanden kurz nach der Sonnenfinsternis zum Neumond im Oktober 2014:

Himmel und Erde Haiku Alexander Gottwald

 

Himmel und Erde
vergehen im Weltenbrand,
doch die Liebe bleibt…

 

Anden brennen Haiku Alexander GottwaldDie Anden brennen,
doch im Herzen der Dinge
bleibt es immer still…

Auch der Mond kann mit seinem Licht zu einem Haiku inspirieren

Beim letzten Vollmond ergab sich dieses Bild, zu dem das Haiku sich auch wieder ganz von selbst geschrieben hatte. Es war nicht das erste Haiku, das im Zusammenhang mit dem Mond entstanden war…

Zeitalter Mond Haiku Alexander GottwaldZeitalter kommen
und vergehen auch wieder,
wie der Mond uns lehrt…

Auch das Leben in der Stadt kann bei  entsprechendem Licht zu einem Haiku anregen…

Kurz nach Sonnenuntergang ist das Licht über Sucre manchmal sehr speziell… an diesem Abend, als das Foto entstanden ist, war zudem auch immer wieder Wetterleuchten zu sehen. Da aber das wie Rom auf sieben Hügeln erbaute Sucre bei Tageslicht betrachtet doch vieles hat, was man diskussionswürdig finden kann, gerannen die Gedanken darüber dann zu diesem Haiku, das es sozusagen durch die Blume sagt…

Sucre weiße Stadt Haiku Alexander GottwaldSucre, weiße Stadt,
auf sieben Hügeln erbaut.
Elektrischer Glanz…

Und natürlich können auch persönliche Gefühle in ein Haiku einfließen…

Ein schöner Aspekt der Sehnsucht ist ja auch, dass sie sich in allem was uns umgibt, spiegelt. So für mich in dem Moment auch in dieser Rose und dem dazu entstandenen Haiku in Gedanken an eine ganz bestimmte Frau…

Die Rosenblüte Haiku Alexander GottwaldDie Rosenblüte
zeigt zärtliches Verlangen.
Mehr Knospen warten…

Vieles kann uns zu einem Haiku anregen: Hier war es z.B. eine spezielle astrologische Konstellation…

Wenn Dir die Bilder und Haikus gefallen, freue ich mich, wenn Du sie auch teilst und so vielleicht noch mehr Menschen ermöglichst, von ihnen berührt zu werden. Ich freue mich auch über Rückmeldungen von Dir als Kommentar hier unter diesem Artikel. Herzlichen Dank!

Alles (IST) Liebe,

Alexander Gottwald

Warum schreibe ich ein Buch über L+A+S=S los und L+E+B=E! ?

Seit 2002 ist L+A+S=S los und L+E+B=E! die Grundlage all meiner anderen Arbeit. Zunächst in kleinen Gruppen und zuletzt nur noch in Einzel-Coachings via Skype habe ich seine Schlüssel auch interessierten Klienten vermittelt. Da dies allerdings sehr zeitaufwendig ist, kostete dies bislang jeweils mehrere Tausend Euro. Um nun in diesen Zeiten des Wandels dieses Herzstück meiner Arbeit viel mehr Menschen zugänglich zu machen, schreibe ich nun ein Buch darüber… hier erzähle ich ein wenig drüber in diesem kurz vor Sonnenuntergang am Strand in Uruguay aufgenommenen Video:

Warum ich in diesem Buch über L+A+S=S los und L+E+B=E! alles verrate…

Ja, Du hast richtig gelesen! In diesem Buch verrate ich alles, nicht nur über die drei Prinzipien D+U+M=M, H+A+S=S und L+E+B=E!, – über die ich ja hier auch vor einigen Jahren schon ein wenig in diesem PDF veröffentlicht hatte – sondern zeige auch ALLE 12 Schlüssel, denn  Ich möchte, dass so vielen Menschen wie möglich diesen Prozess für sich nutzen können, aus der Liebe, die JETZT HIER IST, im Alltag zu leben!

Sei also gespannt! In einigen Wochen wird dieses Buch bei Amazon Kindle digital und via Createspace auch als gedrucktes Buch erhältlich sein!

Zwischen 3.000 & über 5.000 m im HIER & JETZT

Vor einigen Tagen kam ich von einer wunderbaren Reise durch fast unberührte Natur im Süden Boliviens zurück, die ich mit meiner Tochter gemeinsam unternommen hatte, die ich nach vier Jahren endlich persönlich wieder sehen konnte und die auf dieser Reise ihren 15. Geburtstag feiern konnte.

Die Tage waren sehr voll mit wunderbaren Eindrücken, aber natürlich auch mit körperlicher Belastung.  Die Höhe war mit ein wenig Kokablättern und gelegentlich auch so einer Höhentablette in den ersten zwei Tagen dann auch gut zu bewältigen… aber sich permanent zwischen 3000 und gut 5000 m Höhe zu bewegen, ist schon auch nicht ohne… Die Verpflegung war für bolivianische Verhältnisse sehr gut. Mittagessen mit frischen Salaten und wahlweise normalem oder vegetarischem Hauptgang und Obst als Nachtisch, Abendessen mit Gemüsesuppe und wiederum wahlweise normalem oder vegetarischem Hauptgang war sehr schmackhaft und auch gut verdaulich… einzig das Frühstück, das jeweils nur aus süßen Sachen bestand, war nicht ganz in meinem Sinne… aber ein paar Tage hält man das auch aus…
Die Unterkünfte waren sehr basic, aber besser als nach einigen Reiseberichten im Netz zu erwarten gewesen wäre. Alles war sauber und mit dem von der Agentur gemieteten Schlafsack gab es auch bei Übernachtungen im unbeheizten Hostal in 4.200 bzw. 4.340 m Höhe keine Kälteprobleme  …

Arbol de Piedra Wüste von Siloli Bolivien Alexander Gottwald mit seiner Tochter Sita

Arbol de Piedra Wüste von Siloli Bolivien Alexander Gottwald mit seiner Tochter Sita

Der Fahrer von La Torre-Tours war sehr nett und auch kompetent (bis auf seine landesübliche nervige Angewohnheit, einen mit seeehr lauter Musik zu „beglücken“, wobei er das Konzept von „bitte leiser“ nicht so richtig verstanden hat und auch nicht so ganz, was es bedeutet, dass die Fahrgäste bezahlen und auch das Programm mitbestimmen sollten *grins) und der Landcruiser war in sehr gutem Zustand, was bei anderen Agenturen nicht so der Fall war, wo das Auto dann liegen blieb und unser Fahrer dann half, die lahme Ente wieder flott zu kriegen… was gelegentlich schon mal eine halbe Stunde Zeit gekostet hat… aber ich fand es schön zu sehen, dass die sich gegenseitig geholfen haben…
Was die Attraktionen auf der Tour angeht, hab ich immer noch Gänsehaut, was wir da alles zu sehen bekommen haben. Allerdings ist das Programm so voll, dass man an manchen Orten nur vorbei gefahren ist und es hieß, wenn man wolle, könne man nun aus dem Jeep heraus ein Foto machen – wie z.B. bei der Salvador Dali Wüste, die übrigens so heißt, weil vor etlichen Jahren mal jemand entdeckt hatte, dass die aus einem bestimmten Blickwinkel fotografiert aussieht, wie eins der Gemälde von Dali, der selbst nie in Bolivien oder überhaupt in Südamerika war … aber seitdem nennen sie diesen Wüstenteil dort eben nach ihm… macht sich touristisch ja auch ganz gut *lächel – und an den anderen Orten hatte man oft auch nicht mehr als 20 Minuten oder eine halbe Stunde, um ein wenig zu spüren, Fotos und/oder Videos zu machen, wie z.B. hier an der Laguna Colorada, einer einzigartigen Lagune in über 4.200 m Höhe, in der drei verschiedene Flamingoarten leben.

Balzende Flamingos in der Laguna Colorada Bolivien

Balzende Flamingos in der Laguna Colorada Bolivien

Wieso nun „im HIER & JETZT“, wie ich das in der Absatzüberschrift erwähnt habe? Nun, für mich waren diese Tage erfüllt mit der Anwendung der Schlüssel aus meinem oben schon erwähnten L+A+S=S los und L+E+B=E! Prozess! Diese Schlüssel begleiten mich zwar inzwischen seit über 11 Jahren, aber es ist immer wieder ein Erlebnis, wie die schlichte – und oft auch nur kurzzeitige – Anwendung der Schlüssel sofort das Bewusstsein, ja sogar Emotionen und Körperempfiindungen positiv beeinflusst!

Geburtstag in über 4.000 m Höhe feiern

Die vielfältig einzigartigen Plätze, die man zu sehen bekommt, entschädigen aber für viele Unannehmlichkeiten… angefangen vom Valle de la Luna gleich außerhalb von Tupiza, über Inkaruinen, Geisterstädte, Lagunen voller Flamingos, Termalbad unter freiem Himmel in über 4.000 m Höhe an Sitas Geburtstag, zu dem ihr die Köchin dann sogar einen Kuchen gebacken hat und wir mit einer französischen Gruppe noch bis relativ spät am Abend (also etwa bis 22.00 Uhr, was spät ist, weil man A müde von der Fahrt und der Höhe ist und B am nächsten Morgen wieder früh aufsteht, also zwischen 5:30 und 6:30) gesungen haben, wobei die kleine Gitarre rumging, die einer der Franzosen dabei hatte und jeder der wollte – auch Sita, die sowohl auf der Gitarre als auch stimmlich ein echtes Talent ist – einen Song gesungen hatte… ich hab dann einen selbst geschriebenen Song („The Message is Love“) gesungen…

Sungazing an einzigartigen Plätzen & Anwendung von L+A+S=S los und L+E+B=E!

Alexander Gottwald Sungazing im Salart de Uyuni

Alexander Gottwald Sungazing im Salart de Uyuni

Vor etwa zwei Monaten habe ich mit einer Praxis begonnen, die Sungazing heißt! Eine wunderbar einfache Technik, die ohne Dogmen usw. einfach angewendet werden kann. Sungazen war übrigens ein absoluter Knaller unterwegs… obwohl so wenig Zeit war, konnte ich jeden Tag meine derzeit 9 und ein wenig mehr Minuten durchführen. Am ersten Abend bin ich auf einen nahe an der Unterkunft gelegenen Berg geklettert, wo ich dann in etwa 4.500 m VÖLLIG allein war und auch meinen L+A+S=S los und L+E+B=E! Prozess – über den ich übrigesn derzeit ein Buch schreibe, in dem ich alle zwölf Schlüssel komplett veröffentlichen werde, die bisher nur meinen Coaching-Klienten für über 3.000 Euro verfügbar waren! – da oben komplett durchlaufen habe lassen und Obertonsingen mit den Spirits gemacht habe… da war der Impuls, weil es auch ein wenig bewölkt war, die Zeit ersatzweise ein wenig auszudehnen… es ergab sich dann, dass ich bis 666 Sekunden sungazen sollte und dann darüber hinaus, also 667, 668, 669 … und ich hörte, dass wir uns keine Sorgen machen sollen, dass die Apokalypse abgesagt ist …

Der Vulkan Uturuncu ruft mich…

Vulkan Uturuncu Bolivien August 2013

Vulkan Uturuncu Bolivien August 2013

Am zweiten Tag gab es in über 4.800 m Höhe eine für mich sehr faszinierende Begegnung. Einige Menschen hatten mir in den letzten Tagen vor der Abreise witziger Weise Infos über den Megavulkan Uturuncu geschickt und die spürbare Aktivität, die in den letzten Jahren in diesem zuvor schlafenden Riesen mit über 6.000 m Höhe festgestellt worden war. Auf einmal stand ich überraschend (ich wusste nicht, dass er auf der Reiseroute zu sehen sein würde) vor ihm und fühlte eine Anziehung, wie auf keinem anderen Punkt der Reise… die Spirits des Berges rufen mich, da hinauf zu gehen und oben eine Zeremonie abzuhalten… wenn Du Dich auch davon angezogen fühlt, schreib mir hier einen Kommentar unter den Blogpost!

Geysire und eine Zeremonie im Salar de Uyuni

Am Abend drauf konnte ich in über 5.000 m bei spuckenden schwefeligen Geysiren sungazen, was auch ein überwältigendes Erlebnis war. Am morgen danach vor der Unterkunft in 4.340 m Höhe und gestern dann im Salar de Uyuni direkt mit dem Sonnenaufgang, was auch einfach eine einzigartig schöne Erfahrung war… Natürlich war Sungazing dann auch in der Gruppe ein Thema. Viele wollten wissen, was das ist, warum ich das mache, ob es nicht gefährlich sei usw. selbst der bolivianische Fahrer war interessiert…

Alexander Gottwald Geysire Bolivien in über 5.000 m Höhe

Alexander Gottwald Geysire Bolivien in über 5.000 m Höhe

Am letzten Tag dann Incahuasi, die Kaktusinsel und der Salar selbst waren einmal mehr wunderschöne Erfahrungen. Oben auf der Kaktusinsel ist ein Ritualplatz der Aymara, wo ich auch noch einmal den L+E+B=E! Prozess, der mich die ganze Fahrt über – wie seit 11 Jahren – begleitet hat komplett mit allen Schlüsseln habe üben können. Dann im Salar, als die anderen beschäftigt waren, ihre üblichen „Funny Pictures“ zu machen, habe ich mit meiner Tochter Sita (von der übrigens auch die Fotos in diesem Blogpost stammen!)  eine schöne kleine Zeremonie aus der Quelle heraus für alle Wesen aller Richtungen und Dimensionen durchgeführt.

Alexander Gottwald Zeremonie Salar de Uyuni 2013

Alexander Gottwald Zeremonie Salar de Uyuni 2013

Der Cementerio de Trenes & Rückfahrt über Potosi

Unser Guide machte mit uns noch einen Abstecher zum „Cementerio de Trenes“ zum Abschluss, obwohl der Eisenbahnfriedhof nicht in der Tour enthalten war… nach einem Mittagessen ging es dann in den Bus nach Potosi, wobei diese Fahrt von 4 Stunden am Nachmittag dann noch mal ein weiteres unerwartetes Highlight war… die abwechlungsreiche Landschaft zwischen Uyuni und Potosi ist schlicht der Knaller… in D wäre das alle paar Kilometer ein anderes Naturschutzgebiet, das touristisch genutzt würde, in Bolivien fährt da gerade mal ein Bus durch und eine Mine vergiftet ein paar Kilometer weit den Fluss… durch Felsen, die an den Gran Canyon erinnern, bauen sie Hochspannungsmasten *lol … und man fährt an so vielen wilden Felsformationen, Sanddünen in über 4.000 m Höhe, Inkaruinen, Lamas und Vicunas vorbei, dass man kaum weiß, wann man die Kamera raushalten soll…
In Potosi gibt es dann so Sammeltaxen nach Sucre, wobei außer einem Minenarbeiter keiner mit einsteigen wollte … ich hab dem Fahrer dann 4 Plätze statt zwei für meine Tochter und mich abgekauft und durfte so dann auch bestimmen, dass die Musik aus blieb, was einer Erlösung gleich kam, nach der Beschallung durch unseren Fahrer auf der Tour… abends gegen 20:30 waren wir dann vor der Haustür in Sucre, wohin uns der Sammeltaxifahrer direkt gebracht hatte, weil ich ihm die vier Plätze abgekauft hatte…

So, das Buch über L+A+S=S los und L+E+B=E! ruft…

Ich wende mich nun den letzten Kapiteln meines Buchs über die drei bzw. eigentlich vier Prinzipien des L+A+S=S los und L+E+B=E! und seine 12 Schlüssel zu, die ich Dir vollständig in diesem Buch offenlegen werde, so dass Du in wenigen Wochen schon den kompletten Prozess dieses kraftvollen Selbst-Transformationsprozesses in Deinem Leben anwenden kannst, der Dich befähigen wird, unmittelbar aus der Präsenz der Liebe heraus zu leben, die nicht nur JETZT HIER IST, sondern die Du auch immer bereits BIST!

Alles (IST) Liebe,

Alexander Gottwald

Wie kam es zu diesem gemeinsamen Projekt mit Eugen Simon?

Das begann eigentlich ganz harmlos mit dem Interview, das ich im Mai für meinen Blog mit Eugen  geführt hatte. Darin unterhielten wir uns kurz vor Schluss darüber, dass wir ja vielleicht mal irgendwann in Bolivien was für sein Projekt 300 auf die Beine stellen könnten. Na ja, mit „vielleicht“ und „irgendwann“ haben es wohl weder Eugen noch ich so richtig und haben deshalb einfach direkt losgelegt …

Durch einen Tipp von Philly, deren Projekt INTI – eine Zeitschrift für arbeitende Kinder – wir hier in Sucre ja bereits seit 2011 unterstützen (klick hier, um Philly und ihr Projekt mit ein paar Euro per Paypal zu unterstützen!) und über das ich bereits 2011 hier berichtet hatte, bin ich auf ein Wohnheim für misshandelte Mädchen hier in Sucre aufmerksam geworden, in dem Eugen Simon, seine wunderbare Frau Barbara und ich gemeinsam in nur etwa 3  Monaten von Mitte Juni bis Mitte September 2012 dieses Ausbildungsprojekt für die Mädchen hier auf die Beine gestellt haben:

Video: Ausbildungsprojekt für misshandelte Mädchen in Bolivien von Eugen Simon und Alexander Gottwald

Hier im Video zeige ich in unter 10 Minuten, was da in den 3 (oder eben ab dem ersten Aussprechen der Idee 4) Monaten hier in Sucre für die Mädchen entstanden ist:

Wenn Dich das Video anspricht, gib ihm bitte einen „Daumen hoch“ und teile es mit Deinen Freuden in den sozialen Netzwerken! Herzlichen Dank!

Warum tun Eugen Simon und ich etwas für Kinder und Jugendliche?

Eugen zitiert ja gern seine Tochter, die gesagt haben soll: „Seid nett zu uns, denn wir suchen später das Altersheim für euch aus.“ Ich erlebe das so, dass in einer Welt, die immer mehr zu verblöden scheint, in der die öffentlichen Schulen immer mehr zu reinen Verbildungs- statt zu Bildungseinrichtungen werden, dass es genau dann darauf ankommt, dass Menschen, die in sich diesen Ruf spüren, diese Berufung, andere Menschen dabei zu unterstützen aufzuwachen, dass genau diese Menschen sich auch denen zuwenden, die unsere Unterstützung dringend brauchen!

Was ist meine Motivation gewesen, Eugen Simon dieses Ausbildungsprojekt im Mädchenheim vorzuschlagen?

Ich habe dieses Heim besucht und empfand die Lage als sehr bedrückend: Die Mädchen – die meisten von ihnen zuvor in ihren Familien misshandelt, viele auch sexuell missbraucht – können aus Sicherheitsgründen das Gelände praktisch nicht verlassen, leben also wie in einem Gefängnis, das sie vor ihren Verwandten schützen soll, das sie aber zugleich auch von vielem abschneidet, das wichtig und unterstützend im Leben eines jungen Menschen sein kann, wie z.B. Anregung und Inspiration, Information und Ausbildung!

Eugen Simon & Alexander Gottwald realisieren Ausbildungsprojekt für misshandelte Mädchen in Bolivien

Eugen Simon & Alexander Gottwald realisieren Ausbildungsprojekt für misshandelte Mädchen in Bolivien

Da eine Berufsausbildung, etwas praktisches tun zu können, für diese Mädchen der Ausgang aus einer nach unten weisenden Spirale und die Eintrittskarte in ein selbstbestimmtes Leben sein kann, finde ich es wunderbar, dass sie nun durch die großzügige Spende von Eugen und Barbara Simon diese Chance geboten bekommen!

Wie wird das Projekt bei den Mädchen aufgenommen?

Die meisten sehen es tatsächlich als Chance und beginnen, sich für den Umgang mit den Nähmaschinen und die Anleitung durch Susana, die Ausbilderin zu interessieren. Selbst Mädchen, die bislang eher durch Desinteresse aufgefallen waren, entwickeln Neugier und fangen an, sich mit den Möglichkeiten, die diese großzügige Spende von Eugen Simon mit sich bringt, positiv auseinander zu setzen.

Gibt es einen Imperativ, für erfolgreiche Menschen, anderen zu helfen?

Ich weiß es nicht, erlebe es aber so, dass ich gern die Energie, die in mir wirkt, mit anderen Menschen teile! Ich erlebe so viel Tatendrang in mir, so viel Elan, dass es mir Freude macht, diesen Elan auch mit anderen Menschen zu teilen! Und Eugen macht das ja nun sogar beruflich, seit er sein Buch Gedankendoping geschrieben hat, das Du hier kostenlos runterladen kannst, wenn Du möchtest und er seine Sprungbrettseminare durchführt, die auch 2013 wieder in Deutschland stattfinden werden! (Ja, Du bekommst ein Geschenk von mir, wenn Du Dich über diesen Link bei ihm anmeldest!) … Im Interview im Mai sagte Eugen, er wolle eben auch gern etwas abgeben, er könne nur ein Auto fahren, sich nur einmal am Tag satt essen … ich persönlich erlebe es einfach als Freude, die Essenz des eigenen Erfolges mit anderen Menschen zu teilen!

Was ist die Essenz des Erfolges für mich und Eugen Simon?

Eugen spricht da gern vom T.U.N., das er als Abkürzung für „Tag und Nacht“ sieht, während mich seit Jahrzehnten der alte Erich Kästner begleitet, der sagte: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“… Und während ich diesen Blogpost geschrieben habe, kam mir ein Song in den Sinn, der mich Ende der 80er Jahre begleitet hat, als ich das Abi vergeigt hatte und in Delmenhorst begann, für eine Weile in Fabriken zu arbeiten… Mick Jagger sagt es hier ja in ähnlicher Form auch gleich zu Beginn des Songs:

„No sittin‘ down on your butt
The world don't owe you!“

auf deutsch: „Sitz nicht auf deinem Arsch rum,
die Welt schuldet dir nichts!“

Du möchtest aktiv mithelfen, hast Zeit und kannst spanisch?

Wenn Dich das Video und der Blogpost angeregt haben, selbst etwas tun zu wollen und Du möglicher Weise drüber nachdenkst, ob Du nicht mal ein paar Monate aus Europa weg gehen und Dir in Bolivien neue Anregungen und Perspektiven für Dein Leben holen willst, meld Dich gern bei mir. Es gibt hier viele Möglichkeiten, Dich in Projekte einzubringen (wir haben hier viele weitere Ideen und Kontakte) oder auch Dein eigenes zu realisieren. Wenn Du in der Lage bist, 500 Euro im Monat für Deinen Lebensunterhalt aufzubringen, kannst Du hier übrigens sehr gut leben. Ein bolivianischer Student lebt hier in der Regel von 10 – 20% dessen, während die Heimleiterin und die Ärztin im oben genannten Mädchenheim  für bolivianische Verhältnisse sehr gut bezahlt sind  und dennoch deutlich weniger als die o.g. 500 Euro pro Monat verdienen…

Ich freue mich auch, wenn Du den Blogpost einfach weiter empfiehlst und dazu auch die Knöpfe für die sozialen Netzwerke benutzt, die wir zu diesem Zweck hier mit eingebaut haben! Auch über Kommentare freue ich mich. Lass mich wissen, was Du zu diesem Thema fühlst, empfindest und denkst! Danke!

Alles (IST) Liebe,

Alexander Gottwald

Wieso Spiritualität und Politik meist getrennt betrachtet werden

Die Grundlage der Beherrschung der Menschen ist die alte von Macchiavelli vor knapp 500 Jahren formulierte Doktrin „Divide et Impera“ (teile und herrsche), die natürlich in Wirklichkeit viel älter ist und schon im Römischen Reich angewandt und in Sunzis „Die Kunst des Krieges“ vor etwa 2.500 Jahren Erwähnung gefunden hat.

Dieses „teile und herrsche“ wird allerdings nicht nur auf Volksgruppen, politische Parteien und religiöse Gruppierungen angewandt, sondern – insbesondere in den vergangenen gut 200 Jahren seit der Entdeckung von Uranus und der französischen Revolution – auch auf die Betrachtung der Wirklichkeit. So wird stets darauf geachtet, dass die Bereiche der Kunst, der Wissenschaft, der Religion, der Politik usw. streng voneinander getrennt werden und es auch bleiben sollen.

Was Brian über das spirituelle und politische Leben weiß

Brian im Interview über spirituelles und politisches Leben

Brian spricht im Interview über spirituelles und politisches Leben

Ich lernte Brian im Februar 2012 in Uyuni, Bolivien kennen, wo er wie ich den Salar de Uyuni (den größten Salzsee der Erde!) besuchen wollte und wir uns mehrmals begegnet waren, so dass wir schließlich ins Gespräch kamen, was schon zu seiner spontanen Teilnahme an unserer Zeremonie zum Neumond am 21.02.2012 „Der Spiegel der Seele“ geführt hatte.

Brian hat in den bald 70 Jahren seines Lebens viel erlebt, ist seit 30 Jahren staatenlos (wir nennen hier aus Gründen der Vorsicht, die auf den Umständen seiner Staatenlosigkeit beruhen seinen Nachnamen nicht öffentlich), bereiste fast die ganze Erde und hat selbst die tiefgründigen (und untrennbaren!) Zusammenhänge zwischen spirituellem und politischem Leben so tief erfahren, dass wir zu diesem Thema ein eigenes Interview geführt haben, das ich mich freue, Euch hier präsentieren zu können.

Video-Interview mit Brian über spirituelles und politisches Leben

Wenn das Interview für Dich wertvolle Anregungen enthält, teile es bitte mit Deinen Freunden! Herzlichen Dank!

Starhawk über den Gegensatz Kraft von innen oder Macht über

Vor etwa 15 Jahren las ich das Buch „Wilde Kräfte“ von Starhawk, in dem sie gleich in der Einleitung darüber schrieb, wie es zwei wesentliche Unterschiede gibt, mit Energie umzugehen! Da Brian im Interview von sich aus diese beiden Worte Kraft und Macht nennt, möchte ich hier kurz darauf hinweisen, dass es aus meiner Sicht also angezeigt ist, gänzlich davon wegzukommen, den „Macht-über-Institutionen“ wie Staat, Kirche, Industrie, Medien etc. weiter Energie zu geben und dass es eben einer spirituellen Politik bedarf, die von jedem einzelnen Menschen ausgeht, der in seine eigene Kraft kommt, wie ich das auch schon hier beschrieben hatte!

Welchen Gegenentwurf zu Divide et Impera verfasste Goethe schon 1814?

Goethe, der als eines der letzten Universalgenies bezeichnet wird, hatte 1814 einen Gegenentwurf zu Macchiavellis „Divide et Impera“ verfasst, der uns heute – fast 200 Jahre später – eine Idee davon geben kann, in welche Richtung wir uns orientieren können, um diese Teilung im Innen wie im Außen zu überwinden: „Entzwei und gebiete! Tüchtig Wort. – Verein und leite! Besserer Hort.“

Der zweite Teil, also das „Verein und leite“ kann aus meiner Sicht nur von innen her kommen! Nur freie aus einem bewussten Inneren heraus lebende Menschen können sich auch bewusst vereinen und werden aus ihren eigenen Kreisen heraus diejenigen zur Leitung auswählen, die ihnen dazu geeignet erscheinen (und nicht wie im gegenwärtigen Macht-über-System diejenigen, die am geilsten auf die Macht sind und so in Wahrheit als am wenigsten geeignet erscheinen!)

Wie ist Deine eigene Haltung zu Spiritualität und Politik?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du Deine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse und Deine Gedanken zum Thema Spiritualität und Politik mit uns hier im Kommentarbereich teilst! Was denkst Du zu „teile und herrsche“? Welche Visionen hast Du für die kommenden Zeiten? Sind Spiritualität und Politik für Dich innerlich in Verbindung? Was denkst Du über „Macht über“ und „Kraft von innen“?

Wenn dieser Artikel für Dich nützliche Infos enthält, teile ihn bitte mit Deiner Familie, Deinen Freunden und Deinen Kontakten in sozialen Netzwerken! Wir haben hier zu diesem Zweck drei Knöpfchen über und unter dem Artikel installiert und freuen uns, wenn Du von diesen regen Gebrauch machst! Herzlichen Dank!

Alles (IST) Liebe,

Alexander Gottwald

 

Weihnachten und spiritueller Materialismus

Bereits zum letzten Weihnachten hatte ich im Bewusstseinblog einen Artikel zum Thema „Warum ich Weihnachten nicht feiere“ geschrieben, den ich nach wie vor aktuell finde, so dass ich mich hier nicht wiederholen möchte. Wenn Du den Artikel letztes Jahr noch nicht gelesen oder Teile daraus wieder vergessen hast, lade ich Dich ein, oben auf den Link zu klicken und Dir meinen Artikel und das Video (noch mal) anzuschauen!

Spiritueller Materialismus in Bolivien

Auf unserer Reise zum Titicacasee, wo wir im Rahmen der Zeremonien zum 11.11.11 drei kraftvolle Rituale zur Verankerung der Erdkundalini an ihrem neuen Sitz im Titicacasee in Bolivien abhalten durften, hatten wir eine Begegnung, die ich schon im Video des ersten Teils des Reiseberichts zum 11.11.11 von den Zeremonien am Titicacasee angekündigt hatte.

Schau Dir hier einfach das für sich sprechende Video an, das ich spontan auf dem Kalvarienberg in Copacabana am 12.11.11 aufgenommen hatte, um Dir zu zeigen, wie spiritueller Materialismus in einer krassen christlichen Ausprägung funktioniert und teile es bitte auch mit Deinen Freunden:

Aufstieg zum Kalvarienberg in Copacabana, Titicacasee, Bolivien

Bereits unten am Fuße des Berges wird man von

Kalvarienberg Copacabana Jesus anbeten für Auto Haus Dollars

Diese Statue "Herz Jesu" fordert dazu auf, sich hier Autos, Häuser, Dollars zu erbetteln!

einer Horde an Händlern begrüsst, die Jesus in alter Tradition der berühmten Tempelreinigung (von der Historiker ja vermuten, dass sie wohl der wahre Hintergrund für seine Tötung gewesen sein dürfte!) sicher gern mal verjagt hätte (Matthäus 21,12ff; Markus 11,15ff; Lukas 19,45ff; Johannes 2,13–16), besonders wenn er dann beim weiteren Aufstieg auf den schon von den prähispanischen Indigenen als Huaca (heiliger Ort) bezeichneten Berg eine Statue vorgefunden hätte, deren in seinem Namen – ja sogar im Namen seines Herzens! – einladendes Schild diese Aufschrift

Spiritueller Materialismus - Schild an der Statue Corazon de Jesus Herz Jesu Beten für Auto Haus Dollars

Dieses Bild zeigt das Schild aus der Nähe, auf dem steht, dass man sich hier durch das Herz Jesu Autos, Häuser, Dollars erbetteln können soll.

trägt, die ich im Foto noch mal vergrößert habe, damit Du nicht denkst, ich habe mir das alles nur ausgedacht!

Spirituellen Materialismus erkennen & durchschneiden

Wenn also wie hier sichtbar wird, wie spiritueller Materialismus funktioniert, ist es natürlich wichtig, sich nicht hinter moralischen Vorwürfen zu verstecken, sondern auch die eigenen Praktiken zu überprüfen. Was mir in diesem Zusammenhang sehr geholfen hat, ist das Buch Spirituellen Materialismus durchschneiden des bekannten tibetischen spirituellen Lehrers Chögyam Trungpa. Diese klare Anleitung ist mir bereits vor über 20 Jahren in den Anfängen meiner spirituellen Praxis in dieser Inkarnation begegnet und ich freue mich umso mehr, diese kleine Kostbarkeit heute mit Dir in diesem Artikel teilen zu können!

Bitte teile die Liebe mit Deinen Freunden!

Videoblogs zu erstellen ist mit einer Menge Aufwand an Zeit und auch Geld verbunden. Ich freue mich also, wenn Du meine Anstrengungen wertschätzt und ein wenig mit dazu beiträgst, dass die Liebe, die hinter diesem Artikel steckt noch mehr Menschen zugänglich wird. Nutze daher bitte die Social Media Buttons hier im Artikel, teile das Video bei YouTube und sag es gern auch per Email an Deine Freunde weiter! Herzlichen Dank und weiterhin gesegnete und inspirierende Feiertage!

Alles (IST) Liebe,

Alexander Gottwald